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Datenkastl - small and fast blog

Fahrradtour Patras - Çeşme

Griechenland

Die Wintertour durch Griechenland kann also starten. Mitten in der Nacht starten wir von der Fähre aus und suchen uns erstmal einen Platz zum Übernachten. Um die Suche zu vereinfachen, haben wir uns auf der Fähre schon ein paar Plätze mit OsmAnd markiert, die als Stellplatz für das Zelt in Frage kämen. Der erste Platz in einem Park war auch schon perfekt.

Ab nun geht es immer am Südufer des Golf von Korinth entlang Richtung Athen.
Gleich in der ersten Mittagspause ist mir ein Maleur passiert, dass man sich lieber sparen sollte…
Beim einfüllen vom kochenden Wasser in die Thermoskanne, ist mir der Topf runter, zwischen die Füße gefallen. Ein guter Teil vom kochenden Wasser ist mir in die Schuhe geschwappt. So schnell bekommt man die Schuhe garnicht runter…
Die nächsten zwei Wochen werde ich mir also täglich die Füße verbinden und fluchend in die Schuhe steigen. Immerhin war es möglich den Schmerz beim Fahren zu ignorieren - ich lass mir doch durch sowas nicht den Spaß verderben! :o)
Die zweite Nacht haben wir auf einem schönen Kiesstrand geschlafen. Das Wasser war auch sehr warm und so mussten wir natürlich einmal ins Meer springen! Ende Dezember baden im Meer, das hat doch was?

Kiesstrand mit Boot

Mit einem Stück Bündner Alpkäse und Tee, kann der Morgen gerne auch etwas langsamer beginnen…

Ein Stück Käse am Kiesstrand

Also, dass es Zugbrücken gibt, wusste ich. Aber Senkbrücken? Wer kommt denn bitte auf die Idee Brücken ins Wasser abzusenken um Schiffe durchzulassen? Irre, wenn ich mir den Wartungsaufwand, vor allem in dem Fall mit dem Salzwasser, vorstelle.
Der Kanal von Korinth extern hat gleich zwei dieser Senkbrücken extern.

Abgesenkte Brücke

Am 24. haben wir uns einen netten Platz auf der Insel Salamis gesucht. Da es uns auch sehr gut gefallen hat, sind wir dort zwei Nächte geblieben. War sehr schön dort zwischen den Pinien.

Zelt zwischen Pinien

Küste auf Salamis

Küste auf Salamis

Am 2. Weihnachtsfeiertag sind wir gleich sehr früh losgefahren, damit wir etwas Zeit in Athen haben.
Eine Unterkunft, oder Host haben wir uns nicht gesucht. Wir sind mit dem Sonnenaufgang in Athen eingelaufen und haben uns für Abends eine Fähre nach Chios organisiert.

Sonnenaufgang über Athen

Ansonsten hab ich kein Bild von Athen. War mal wieder eine typische Stadtbesichtigung von mir…
Das heißt, wir sind etwas durch die Stadt geradelt, haben uns was zu essen vesorgt und haben uns gemütlich in einen Park am Hügel gesetzt. Eigentlich hätten wir es anderst herum machen müssen und erst die Stadt besichtigen. Nachmittags war einfach nur noch ewig los und die Leute + Autos haben sich durch die Innenstadt gedrängelt. Mit einem bepacktem Rad ist man da verloren.
Die Überfahrt nach Chios war entspannt. Abends einsteigen, sich ein freies Fleckchen am Boden suchen, die Isomatte ausbreiten und bis zur Ankunft in der Früh schlafen.

Die Ankunft war noch vor Sonnenaufgang. Auf dem Hafendamm ist der beste Platz um die Morgenstimmung genießen zu können. Chios ist eine nette kleine Stadt.

Sonnenaufgang am Hafen

Morgenstimmung in Chios

Die erste Aufgabe in Chios war uns ein Ticket für die nächste Überfahrt nach Çeşme zu besorgen. Es gibt dort drei Fährunternehmen und alle fahren zur exakt selben Zeit rüber. Wir haben uns entschieden noch am selben Tag überzusetzen.
Da die Fähren erst Nachmittags fahren, reicht die Zeit super um noch einen kleinen Ausflug zu unternehmen…
Um etwas Aussicht zu bekommen sind wir die Passstraße hinter Chios hochgefahren. Einiges an Kurbelei, aber es lohnt sich. Zudem macht so eine Abfahrt immer sehr viel Spaß! :o)

Felsen ragen über Straße auf

Aussicht Richtung Meer

Die Überfahrt in die Türkei war spannend. Ich bin wärend der Fahrt noch nach vorne geklettert um mein Fahrrad anzubinden. Diese standen am Vorschiff. Hätte nicht gedacht, dass das Schiff so schaukelt.
Die Fahrräder wurden auch ordentlich geduscht. Freut diese natürlich bei dem Salzwasser…
Um das ganze zu dokumentieren wollt ich das per Video festhalten. Na ja, seht selbst…

Video Überfahrt

Schaut vom Oberdeck eher total langweilig aus…


Griechenland mochte ich gleich auf Anhieb. Es war schön warm, die Leute waren freundlich und entspannt - sogar auch die Autofahrer - und es war generell wenig los auf der Strecke von Patras nach Athen. Gefühlt die Hälfte der Häuser war unbewohnt, vermutlich sind das alles Ferienhäuser.
Und Griechenland ist soo schön, es gibt einfach beides, Meer und Berge!

Aussicht Richtung Meer

Plätzchen und Orange am Meer

Wir haben viele mega gute Orangen von den Bäumen pflücken können. Am 22.12. haben wir einen schönen ruhigen Strand zum übernachten gefunden. Das Meer war noch angenehm warm und wir konnten noch ins Wasser, was richtig surreal schön war.

Zelt im Dunkeln am Meer

Video Rundumsicht Zeltplatz

Wir hatten viele schöne Strände als Pausenplätze, die unsere Verhockungs-Tendenz nur noch verstärkt haben.

Brotzeit am Meer

Kiesstrand mit Baum und Couch

Leider hatten wir zwar immer Gegenwind, aber der starke Wind der Ägäis blies die Regenwolken weg, bevor sie abregnen konnten. Bis auf einen Regentag hatten wir also auch Glück mit dem Wetter. Ausgerechnet an diesem nassen Tag überquerten wir auch eine Senkbrücke über den Kanal von Korinth, deren Holz entweder vom Regen oder vom Kanalwasser übel rutschig war. Mein schmales Vorderrad ist dabei in einem Spalt stecken geblieben und ich bin über den Lenker gesegelt. Wäre schlauer gewesen über die Brücke zu schieben!
Über Weihnachten waren wir auf der Insel Salamis und zelteten in einem schönen Pinienwald am Meer.

Zelt im Pinienwald

Blick aus dem Zelt

Morgenstimmung am Meer

Am 26.12. fuhren wir bei Sonnenaufgang mit der Fähre hinüber nach Athen.

Blick von der Fähre auf Athen

Athen war morgens noch sehr verschlafen und anfangs waren noch wenig Menschen mit uns auf dem Arios Pagous, einem Fels auf dem man schön über die Stadt und auf die Akropolis sehen kann. Doch im Laufe des Tages wurde die Stadt und vor allem das Plaka Viertel von Touristen überschwemmt.

Bänke zwischen Olivenbäumen

Ruinen auf Hügel

Blick über Athen

Feta und Oliven

Wachposten

Abends fuhren wir mit einer Fähre nach Chios, eine griechische Insel im Osten. Dort kamen wir bei Sonnenaufgang an und dabei wurden die Berge mega schön angestrahlt.

Cesme im Sonnenaufgang

Video Rundumsicht Chios

Da die Berge einfach so schön aussahen, wollten wir dort hinauf fahren. Von oben hatten wir eine schöne Aussicht und generell war auf Chios nicht viel los und es war dort sehr idyllisch. Daher wäre ich gern länger auf Chios geblieben aber wir hatten schon Tickets für die Fährüberfahrt nach Çeşme in die Türkei gekauft.

Fahrradfahrer mit bepacktem Rad

Aussicht genießen

Die Wellen während der Fahrt nach Çeşme waren relativ hoch, sodass die Fähre ganz schön durch geschaukelt wurde.

Video Überfahrt